Falscher Film-Terrorist verklagt 'Brüno'
| Veröffentlicht: | 22 Januar 2010 10:45 |
| Verändert : | 22 Januar 2010 11:44 |
BETHLEHEM - Ein Palästinenser hat den britischen Komiker Sacha Baron Cohen auf 110 Millionen Dollar (knapp 80 Millionen Euro) Schadenersatz verklagt.
Cohen habe den palestinensischen Geschäftsmann Ayman Abu Aita in seinem Film "Brüno" als Terroristen dargestellt.
In seiner Klageschrift betont Abu Aita, er sei ein "friedliebender Mensch, der Gewalt verabscheut". Im März werde der Fall vor ein US-Bundesgericht kommen. Das ließ der Geschäftsmann in Bethlehem im Westjordanland vor Journalisten verlauten.
In dem Film spielt Baron Cohen einen schwulen österreichischen Modejournalisten, der durch den Nahen Osten reist. Er interviewt Abu Aita, einen Christen, und bittet darum, ihn zu entführen, damit er berühmt werde.
Klage auch gegen David Letterman
Der Kläger sagte, er und Cohen hätten sich zwei Stunden lang unterhalten. Erst am Ende habe der Komiker um die Entführung gebeten.
Das Gespräch habe auch nicht an einem geheimen Ort stattgefunden, wie der Komiker es im Film behaupte. Sie hätten sich vielmehr in einem Hotel in einem von Israel kontrollierten Teil des Westjordanlandes unterhalten.
Abu Aitas Klage richtet sich auch gegen den US-Talkmaster David Letterman, der den Filmausschnitt mit dem Palästinenser in seiner Show ausstrahlte.
| © dpa/jj |
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