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Mainz und Frankfurt stoppen Trikotverkauf

Veröffentlicht: 22 Oktober 2009 18:49
Verändert : 22 Oktober 2009 18:48

NEUSS - Eintracht Frankfurt und der FSV Mainz 05 haben auf die negative Beurteilung ihrer Kindertrikots durch die Stiftung Warentest reagiert und den Verkauf gestoppt.

Zudem bieten beide Fußball-Bundesligisten eine Umtauschmöglichkeit an. Bundesliga-Spitzenreiter Bayer Leverkusen kündigte an, seine mit einem "befriedigend" benoteten Trikots einer genaueren Untersuchung zu unterziehen.

Bedenkenlos können die jugendlichen Fans dagegen die Trikots der Nationalmannschaft tragen. Sie erhielten die Note "gut".

Stiftung Warentest

Die Stiftung Warentest hatte die Trikots auf verschiedene Komponenten wie Haltbarkeit, Passform und Schadstoffe überprüft. Bei denen von Frankfurt und Mainz, die jeweils ein "mangelhaft" erhielten, fiel ein hoher Anteil von Weichmachern auf.

Diese können die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen. In Spielzeugen sind sie in Europa bereits verboten.

Untersuchungsergebnisse schockieren

"Uns haben die Untersuchungsergebnisse überrascht und wir haben sie mit Sorge aufgenommen.

Obwohl es keine gesicherten Erkenntnisse über mögliche gesundheitliche Nachteile bei normalem Gebrauch unserer Trikots gibt, haben wir uns vorsichtshalber entschlossen, den Verkauf zu stoppen und den Fans die Möglichkeit des Trikotumtauschs anzubieten", sagte Mainz-05-Präsident Harald Strutz.

Thomas Pröckl, stellvertretender Vorstandsvorsitzender bei Eintracht Frankfurt, erklärte: "Die Untersuchungsergebnisse haben uns überrascht und natürlich aufgeschreckt, so dass wir sofort gehandelt haben. Selbstverständlich werden wir die aktuellen Heimtrikots umtauschen." Man werde die Trikots nun genaueren Untersuchungen unterziehen.

Auch Leverkusen testet Trikots

Dies wird auch in Leverkusen geschehen. In den Bayer-Kindertrikots waren Schwermetalle gefunden worden. Zudem wies die Beflockung Mängel auf.

"Sollten sich die Ergebnisse der Stiftung Warentest bestätigen, werden wir die notwendigen Anpassungen bis hin zur Umtauschaktion umsetzen", sagte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser.

 

© AFP/mgr
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