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- Kultur: Nachrichten auf einen Blick.

Tausende protestieren gegen Theater-Schließung

Veröffentlicht: 31 Januar 2010 16:19
Verändert : 31 Januar 2010 16:20

WUPPERTAL - Mehrere tausend Menschen haben am Wochenende mit einer 24-Stunden-Aktion gegen die drohende Schließung des Wuppertaler Schauspielhauses protestiert.

Rund 20 Theater aus der Region beteiligten sich an dem Programm. Die Aktion dauerte von Freitagabend bis Samstagabend. Ein Höhepunkt war eine Kundgebung, zu der sich etwa 2.000 Menschen vor dem Schauspielhaus versammelten.

Zu den Rednern gehörte auch der Schauspieler Armin Rohde, der warnte: "Was jetzt kaputt geht, wird für sehr, sehr, sehr lange Zeit kaputt bleiben. Wenn die Kultur in einer Stadt stirbt, womit will man dann Investoren locken?"

Stadt will 2 Millionen Euro einsparen

Die unter einem Haushaltssicherungskonzept stehende Stadt Wuppertal plant bei ihren Bühnen Einsparungen in Höhe von zwei Millionen Euro. Der Betrieb von Oper und Schauspiel sei dann nicht mehr aufrecht zu erhalten, meinen Kritiker der Kultur-Sparpläne.

Das Programm, das unter dem Titel "Theater macht reich" stand, endete mit einer Podiumsdiskussion. "Es war eine gelungene Aktion, der Zuspruch war großartig", sagte Musikdramaturg und Organisator des Programms, Johannes Blum, zum Abschluss.

'Die Wupprtaler wollen ihr Theater'

Die Wuppertaler hätten ihre Wut und Entschlossenheit gezeigt und ein Bekenntnis zu ihrem Theater abgegeben. "Die Wuppertaler wollen ihr Theater", meinte Blum. Der Protest sei noch lange nicht zu Ende.

So werde etwa der Deutsche Bühnenverein den Welttheatertag am 27. März in Wuppertal feiern, um am Beispiel der Stadt auf die Situation der deutschen Bühnen aufmerksam zu machen.

© dpa/nj
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