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- Kultur: Nachrichten auf einen Blick.

Opernintendant: 'Weg von diesen ewigen Toscas'

Veröffentlicht: 1 Februar 2010 13:11
Verändert : 1 Februar 2010 13:11

BERLIN - Der neue Intendant der Berliner Staatsoper Unter den Linden, Jürgen Flimm, will einen Schwerpunkt auf zeitgenössische Stücke legen.

"Wir müssen raus aus der traditionellen Ecke, wir müssen mit Geduld und auch mit der nötigen Mühe ein ganz neues Repertoireverständnis aufbauen an der Lindenoper, weg von diesen ewigen "Toscas"", sagte Flimm der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Als erste Amtshandlung habe er Luigi Nonos "Al gran sole" aus Salzburg für Berlin koproduziert.

Flimm kündigte an, Christoph Schlingensief werde im kommenden Herbst die erste Spielzeit der Staatsoper in ihrem Ausweichquartier im Schiller-Theater eröffnen. Dann werde Schlingensief Regie bei der Uraufführung eines neuen Werkes von Jens Joneleit mit dem Text von Réné Pollesch führen. Die musikalische Leitung übernimmt Generalmusikdirektor Daniel Barenboim.

'Der Osten küsst den Westen wach'

Das Schiller-Theater bezeichnete Flimm, der seit Ende 2009 die Lindenoper leitet, als große Chance. "Wir können im Schiller-Theater eine ganz andere Beschäftigung ausprobieren mit neuen Stoffen, dieses Haus ist doch selbst exterritorial." Jetzt küsse "der Osten den Westen wach".

Flimm will im Schiller-Theater, das im früheren West-Berliner Bezirk Charlottenburg liegt, auch ein Opernlabor einrichten und die Kinderoper stärken. Mitte 2010 wird das Ensemble der Lindenoper für drei Jahre, in denen das Haus renoviert wird, in das Schiller-Theater umziehen.

© dpa/jj
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