Schulschwänzer mit Fußballtickets und Bargeld belohnt
| Veröffentlicht: | 6 Oktober 2009 08:06 |
| Verändert : | 6 Oktober 2009 08:09 |
PARIS - Ein Teil von Frankreichs Schülern hat seit dieser Woche einen neuen Anreiz, sich morgens aus dem Bett zu quälen
In mehreren Lehranstalten werden Belohnungen ausgelobt, wenn Jugendliche die Schule nicht schwänzen: Eine Berufsschule in Marseille vergibt dabei Gratis-Tickets für Fußballspiele der Ersten Liga, in einem Schulbezirk bei Paris gibt es Führerscheinprämien oder Zuschüsse zur Klassenfahrt.
Elternverbände und die linke Opposition sind ziemlich entsetzt.
Jeder vierte schwänzt regelmäßig
"Ich bedauere ein bisschen, dass es so weit kommen musste", sagt Direktor Pierre-Alain Glutron von der Berufsschule Frédéric-Mistral in Marseille. Aber bei ihm fehle trotz verhängter Strafen regelmäßig ein Viertel der Schüler.
"Und wenn die Schüler nicht kommen, sind wir gescheitert." Da sei sein Kollegium auf die Idee mit den Fußballkarten für den Erstliga-Club Olympique de Marseille gekommen. Denn eigentlich sei doch nur wichtig, dass die Schüler ihren Abschluss machten.
Bargeld für Schulbesuch
Im Schulbezirk Créteil südöstlich von Paris haben seit Montag gleich drei Berufsschulen ein ähnliches Belohnungssystem eingeführt. Dort gibt es keine Fußball-Tickets, sondern Bargeld.
Bis zu 10.000 Euro kann eine Klasse am Jahresende bekommen, wenn ihre Schüler brav zum Unterricht gehen. Das Geld kann die Klasse dann für eine Abschlussfahrt verwenden oder unter den Schülern für den Erwerb des Führerscheins aufteilen.
Kollektiv-Belohnung
Der Trick dabei ist wie in Marseille, dass die Belohnungen nicht an einzelne Schüler, sondern an die Klassen mit der niedrigsten Schulschwänzerrate vergeben werden. Das Kalkül: Die Klasse selber setzt Blaumacher unter Druck, die den Anwesenheitsschnitt senken und Chancen auf den Jackpot oder die Fußballtickets verbauen.
Kritik von allen Seiten
Elternvertreter wurden von der Aktion mit Rückendeckung der konservativen Regierung ziemlich überrascht. "Dass man so ein Problem mit Geld lösen will, ist schon eine ziemliche Katastrophe", sagt Jean-Jacques Hazan, Präsident des linken Elternverbands FCPE.
Die oppositionellen Sozialisten verlangten, die Belohnungen umgehend zu verbieten. Es sei unmöglich, "Schüler finanziell dafür zu belohnen, die nichts machen, als sich normal zu verhalten".
| © AFP/kava |
Weitere Nachrichten: Kuriosa
- Zebra putzt Nilpferd die Zähne
- Fallschirmsprung aus dem All
- Tollkühner Papa fängt Riesenspinne
- Zeitungen verweigern Anzeige mit halbnackten Lesben
- Cola-Automat bringt Schüler in Ekstase
- Kuh trinkt ihre eigene Milch
- Frauenüberschuss: Mongolei setzt auf Männerimport
- Sexvideo dient zur Aufklärung
- Polygamie gegen Vergreisung
- Animierter Penis wirbt für 'Safer Sex'
- Fliegender Fahrerwechsel bei Tempo 130
- Mysteriöser "Poe-Toaster" verschwunden
- China eröffnet Schokoladen-Themenpark
- Südkorea: Licht aus für mehr Babys
- Busfahrender Kater überfahren
- Gratis Drinks für großbusige Frauen
- Deutschlands kleinste Gemeinde hat fünf Einwohner
- 5-Jähriger spielt Schlagzeug wie ein Profi
- Familie spendet Fürth Goldbarren für 100.000 Euro
- Verurteilter Mörder rappt durch den Gerichtssaal
- Hundehaufen: Marseille muss Schadenersatz zahlen
- Hotelkette stellt menschliche Bett-Wärmer ein
- Südkorea verbannt Hamburger aus dem TV
- Mann flüchtet vor Braut und täuscht Überfall vor
- Politiker die sich prügeln – Top 10 Videos
- Vater kauft Schusswaffe für 3-jährigen Sohn
- Airline sucht reife Frauen mit Vorliebe für 'Frischfleisch'
- Chavez will Supermarktkette enteignen
- Räuber vergisst seine Maske
- Britische Ärzte helfen 59-Jähriger beim Kinderwunsch
- Maus sorgt für mehrstündigen Stromausfall
- Sensible Hündin rettet Herrchen vor Erdbeben
- iPhone-App aus dem Lego-Baukasten
- 'Jesus' verjagt Räuber
- Türkisches Paar seit 90 Jahren verheiratet
- Bekommen Radler bald Flügel?
- Ältester Hund der Welt ist tot
- Sexualtherapeuthin soll Tourismus in Washington stimulieren
- Frau nach acht Tagen aus Fahrstuhl befreit
- Hippies heulen wegen totem Baum (Video)
- Fernsehsender sucht unheilbar Kranken für Mumienshow
- Kindergarten-Ausreißer wollten nach Afrika fliegen
- Kuhmist per Post: Service für Rachsüchtige
- Englisch-Nachhilfe für polnischen Hund
- Taxifahrer bringt 21.000 Dollar zurück
- Trend in Russland: Katzen tätowieren
- Brite wird zum 106. Mal Großvater
- Frau lässt schläfrigen Liebhaber von Polizei abholen
- Klimaschutz: 'Kamele ausrotten'
- Autofahrt auf Eis endet im Wasser
'Film-Terrorist'
Ein Palästinenser hat den Komiker Sacha Baron Cohen auf 110 Millionen Dollar Schadenersatz verklagt.





