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Franzosen und Briten streiten über den G-Punkt

Veröffentlicht: 2 Februar 2010 11:04
Verändert : 2 Februar 2010 11:13

LONDON - Unlängst behaupteten britische Wissenschaftler, dass der in den 40er Jahren vom Gynäkologen Ernst Gräfenberg entdeckte G-Punkt nicht existieren würde.

Nun scheint es, als ob diese Behauptung vorschnell aufgestellt wurde. Kurz nachdem die Untersuchungsergebnisse veröffentlicht wurden, titelte die britische Daily Mail: "Ach, wir haben zumindest mit Vergnügen danach gesucht.“

Nicht jeder kommentierte die Neuigkeiten ähnlich scherzhaft. Der Independent schrieb am Dienstag, dass auf einer Gynäkologenkonferenz in Paris letzte Woche kollektiv die Nase über die Untersuchung der Briten gerümpft wurde.

Sylvain Mimoun, Organisator der Fachkonferenz, erklärte, ein Großteil der Frauen (etwa 60 Prozent) verfüge mit Sicherheit über einen G-Punkt, wie eine französische Studie ihrerseits belegen würde. Bei der entsprechenden Stimulierung soll diese erogene Zone sogar an Funktionalität zunehmen.

'Kein Respekt gegenüber Frauen’

"Die Untersuchung des King’s College zeigt vor allem einen Mangel an Respekt gegenüber dem, was Frauen über ihre Sexualität aussagen“, so ein Besucher der Konferenz, der französische Chirurg Pierre Foldes.

Die Schlussfolgerungen der britischen Studie, an der 1.800 Zwillinge teilnahmen, nennt Foldes  komplett verkehrt, da sie auf rein genetischen Beobachtungen basiert seien. "Es ist doch deutlich, dass die weibliche Sexualität von Frau zu Frau unterschiedlich ist“, so Foldes. "Es ist keine Frage von Ja oder Nein, von An oder Aus.“

© Dnews.de/cf
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