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Klassische Familie wird seltener

Veröffentlicht: 4 Februar 2010 12:04
Verändert : 4 Februar 2010 12:06

WIESBADEN - In Deutschland wachsen immer mehr Jugendliche bei Alleinerziehenden oder Lebensgemeinschaften auf.

Im Jahr 2008 lebten rund 842.000 und damit ein Viertel der insgesamt 3,4 Millionen Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren in sogenannten alternativen Familienformen, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte.

Im Jahr 1996 waren es demnach noch 600.000 oder 17 Prozent der damals 3,6 Millionen Jugendlichen gewesen. Mit 2,6 Millionen Jugendlichen wuchsen im Jahr 2008 aber immer noch drei Viertel der 14- bis 17-Jährigen bei Ehepaaren auf.

Neue Familienstrukturen

Die Zahl der Jugendlichen, die bei allein erziehenden Müttern und Vätern leben, stieg von 1996 bis 2008 um 37 Prozent. Dabei war der Zuwachs bei allein erziehenden Müttern mit 42 Prozent deutlich höher als bei den Vätern mit 13 Prozent.

Insgesamt lebten im Jahr 2008 knapp 20 Prozent aller Jugendlichen bei Alleinerziehenden. Die Zahl der 14- bis 17-Jährigen, die bei Lebensgemeinschaften aufwachsen, erhöhte sich zwischen April 1996 und dem Jahr 2008 um 56 Prozent. Damit lebten knapp fünf Prozent aller Jugendlichen bei Lebensgemeinschaften.

© AFP/bas
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