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Sprach-Akademie feiert ihren 60. Geburtstag

Veröffentlicht: 22 Mai 2009 11:09
Verändert : 22 Mai 2009 11:09

Mit einem "Abend des Erinnerns" hat die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung am Donnerstag ihre Frühjahrstagung in Berlin begonnen.

Gefeiert wird dabei auch das 60-jährige Bestehen der Akademie.

Zum Auftakt riefen Schriftsteller wie Wilhelm Genazino, Barbara Honigmann, Brigitte Kronauer und Arnold Stadler im Haus der Berliner Festspiele einige ihrer weithin vergessenen Kollegen vor allem aus der Nachkriegszeit wieder in Erinnerung.

Bundestagspräsident Lammert erwartet

Dazu gehörten Autoren wie Wolfdietrich Schnurre, Hans Henny Jahnn, Oskar Loerke und Hans Erich Nossack.

Bei der bis zum Sonntag (24. Mai) dauernden Tagung, auf der auch Bundestagspräsident Norbert Lammert ein Grußwort sprechen wird, soll mit verschiedenen Veranstaltungen das literarische Leben in der Nachkriegszeit vorgestellt werden.

Aktuelle Fragen beleuchten die Schriftsteller Felicitas Hoppe, Daniel Kehlmann und Ingo Schulze.

Georg-Büchner-Preis

Die Akademie wurde am 28. August 1949, dem 200. Geburtstag Goethes, in Frankfurt am Main gegründet und betrachtet den ganzen deutschen Sprachbereich als ihr Wirkungsfeld.

Sie verleiht alljährlich mit dem Georg-Büchner-Preis die bedeutendste deutsche Literaturauszeichnung.

Auf der Frühjahrstagung in Berlin vergibt sie ihre traditionellen Akademie-Preise, die diesmal an die Übersetzerin Susanne Lange und den britischen Germanisten Nicholas Boyle gehen.

Lange wird mit dem mit 15.000 Euro dotierten Johann-Heinrich-Voß-Preis für ihre Übersetzungen aus dem Spanischen, insbesondere für ihre Neuübersetzung des "Don Quichote von der Mancha" ausgezeichnet. Boyle erhält den mit 12.500 Euro dotierten Friedrich-Gundolf-Preis für die Vermittlung deutscher Kultur im Ausland.

© dpa/stan
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