Lindgren-Kinderbuchpreis geht nach Palästina
| Veröffentlicht: | 2 Juni 2009 21:22 |
| Verändert : | 3 Juni 2009 00:20 |
Schwedens Kronprinzessin Victoria hat am Dienstag den Astrid-Lindgren-Gedächtnispreis an das Tamer-Institut in Ramallah überreicht.
Die Stockholmer Jury begründete die diesjährige Vergabe damit, dass das Institut seit 20 Jahren "die Leselust und Kreativität palästinensischer Kinder und Jugendlicher angeregt hat".
Sie hob "Mut, Ausdauer und Ideenreichtum" des Institutes heraus, das Kinder in Gaza trotz Einfuhr-Verboten durch die israelische Besatzungsmacht und Zensur der Hamas-Regierung mit Literatur versorgt.
Seit der Stiftung des mit fünf Millionen Kronen (470.000 Euro) höchstdotierten Kinderbuchpreises der Welt vor sechs Jahren bekam ihn zum zweiten Mal eine Institution.
Bücher für tausende Flüchtlingskinder
Das 1989 gegründete Tamer-Institut versucht als unabhängige Organisation, palästinensischen Kindern und Jugendlichen Zugang zu Büchern zu verschaffen. Es betreibt Bibliotheken, organisiert Lesekampagnen und erreichte 2008 etwa 52.000 Kinder in Flüchtlingslagern oder entlegenen Dörfern.
Vor zwei Jahren hatten die Juroren mit der "Banco del Libro" ("Bücherbank") aus Venezuela eine ähnlich arbeitende Einrichtung aus Südamerika gewürdigt. Erste Träger des Lindgren-Preises war 2003 die Österreicherin Christine Nöstlinger.
| © dpa/kava |
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