Google geht gegen Digitalisierungsverbot in Berufung
| Veröffentlicht: | 8 Februar 2010 16:27 |
| Verändert : | 8 Februar 2010 16:28 |
PARIS - Google geht in Frankreich gegen ein Urteil in Berufung, das ihr die Digitalisierung von Büchern ohne Zustimmung der Rechteinhaber untersagt.
Das gab die Anwältin des Unternehmens, Alexandra Neri, am Montag in Paris bekannt. Das Pariser Landgericht hatte Google im Dezember verurteilt, weil das Unternehmen Buchauszüge ohne Einwilligung digitalisiert hatte. Google muss demnach 300.000 Euro an die betroffenen Verlage zahlen.
Gegen Google geklagt hatte vor drei Jahren die Unternehmensgruppe La Martinière, zu der auch der Verlag Seuil gehört. Nach der Klage wegen Fälschung, der sich auch der französische Verlegerverband SNE anschloss, hat Google tausende Bücher ohne Genehmigung digitalisiert.
Die Internet-Firma will nun gegen die Begründung des Urteils "in ihrer Gesamtheit" im Berufungsverfahren vorgehen, wie Anwältin Neri sagte. Google spreche aber gleichzeitig weiter mit den französischen Verlagen.
Einigung in den USA
Google hatte in seinem Projekt Google Books bereits 2005 mit der Digitalisierung von Büchern begonnen, um im Internet eine weltweit zugängliche Großbibliothek bereitzustellen. In den USA hatte Google mit den Verleger- und Autorenverbänden jüngst eine Einigung über die Digitalisierung gefunden, die eine Aufteilung der Einnahmen aus der Verwertung der Buchbestände vorsieht.
Doch das Justizministerium hat dagegen wegen urheber- und wettbewerbsrechtlichen Bedenken Einspruch erhoben. Vor einem New Yorker Richter findet nun am 18. Februar eine Anhörung zu der Übereinkunft statt.
| © AFP/jj |
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