Kein Wodka mehr vor dem Start
| Veröffentlicht: | 2 Oktober 2009 18:46 |
| Verändert : | 2 Oktober 2009 18:46 |
MOSKAU - Hochprozentiges darf an Moskauer Flughäfen künftig nicht mehr verkauft oder ausgeschenkt werden.
Vorfälle mit betrunkenen Passagieren sollten eingedämmt werden, teilte am Freitag die Staatsanwaltschaft in Moskau mit.
Die Zeitung Wedomosti berichtete ebenfalls über die Maßnahme. Wodka, Cognac und andere hochprozentige Alkoholika seien künftig tabu. Damit reagierten die Behörden auf Verstöße gegen bereits bestehende Gesetze.
Trotz des Verbots boten Geschäfte, Bars und Restaurants auf den drei Moskauer Flughäfen Scheremetjewo, Domodedowo und Wnukowo Spirituosen mit über 15 Prozent Alkohol an, wie es in einer Ministeriumserklärung hieß.
Drohende Schließung
Sie hätten nun 60 Tage Zeit, die Verordnung umzusetzen, ansonsten drohe ihnen binnen drei Monaten die Schließung, berichtete Wedomosti. Wegen exzessiven Trinkens kommt es in Russland immer wieder zu Vorfällen in Passagiermaschinen, bis hin zu Entführungsversuchen und anderen erheblichen Eingriffen in die Sicherheit der Luftfahrt.
Kampf gegen Alkoholismus
Aber auch am Boden ist der Alkoholkonsum in Russland ein Problem, das die Politik mit Sorge erfüllt. Ende Juni rief Präsident Dmitri Medwedew zum verstärkten Kampf gegen Alkoholismus auf. Dem Alkoholmissbrauch fallen jährlich rund eine halbe Million Russen zum Opfer. Die durchschnittliche Lebenserwartung russischer Männer liegt nach offiziellen Angaben unter der in Bagladesch oder Honduras.
| © AFP/nina |
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