Türkeireise Wilders: Parlament in Bredouille
| Veröffentlicht: | 25 November 2009 13:09 |
| Verändert : | 25 November 2009 13:20 |
DEN HAAG - Ein geplanter Besuch des niederländischen Parlaments in die Türkei gerät ins Wanken, weil die türkische Regierung die Anwesenheit Geert Wilders' scharf kritisiert hat.
"So ein Faschist und Rassist ist nicht nur in der Türkei sondern in vielen europäischen Hauptstädten nicht willkommen“. Das sagte der Sprecher des türkischen Ministers Ahmet Davutoglu am Dienstag.
Weihnachtssitzungen
Das Parlament findet, dass während der Weihnachtssitzungen die vollständige niederländische Delegation in die Türkei reisen dürfen muss.
Wilders muss zugelassen werden und teilnehmen dürfen an allen Einzelheiten des Programmes, die üblichen Empfänge durch Regierungsautoritäten eingeschlossen.
Wenn die Türkei den PVV-Chef die Einreise verweigert, bleiben die anderen Parlamentsmitglieder auch zu Hause. Das teilte Delegationsleiter Harm-Evert Waalkens mit.
Wilders
Der Sprecher von Davutoglu sagte, dass niemand Lust habe, Wilders zu treffen. "Nicht nur die türkische Regierung und das Parlament, sondern auch Nicht-Regierungsorganisationen. Ein derartiger Besuch, an dem Wilders teilnimmt, beschädigt den Kontakt zwischen uns zwei befreundeten Ländern.“
Dialog
Der PVV-Chef hofft nichtsdestotrotz, dass ihn die Türkei zulässt, sodass er seinen Dialog über den Eintritt des Landes in die Europäische Union führen kann. Seine Partei ist nämlich strikt dagegen.
“Die Türken zeigen mit diesen dummen Worten ihr Gesicht und beweisen damit, dass sie niemals ein Mitglied der EU werden dürfen. Ich bin weder Faschist noch Rassist“, so Wilders.
Blamage
Wilders würde es “eine Blamage schlimmster Art“ finden, wenn nicht die gesamte Delegation in die Türkei reisen darf. "Dann kapitulieren wir vor einem autokratischen Regime.“ Das Parlament will später noch über diese Frage debattieren.
Wilders muss vor seiner eventuellen Abfahrt in die Türkei auch noch Garantien von Außenminister Maxime Verhagen bekommen. Damit will er vermeiden, dass er an Jordanien ausgeliefert werden, das Klage gegen Wilders eingereicht hat.
Wilder ist auch der Meinung, dass Verhagen sich bei der Türkei offiziell beschweren muss, sollte ihn die Türkei nicht empfangen.
| © ANP/fhg |
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