Iran lenkt im Atomstreit ein
| Veröffentlicht: | 2 Februar 2010 21:08 |
| Verändert : | 3 Februar 2010 09:03 |
TEHERAN - Die iranische Führung will im Atomstreit mit der internationalen Gemeinschaft offenkundig einlenken.
Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad kündigte dies am Dienstagabend in einem Interview des staatlichen Fernsehens in Teheran an.
Vorausgegangen seien Gespräche mit Vertretern der Weltmächte, sagte er.
Die US-Regierung reagierte mit Zurückhaltung. "Wenn der Iran etwas Neues zu sagen hat, sind wir bereit, zuzuhören", sagte ein Regierungsbeamter dem US-Onlinemagazin Politico.com am Dienstagabend (Ortszeit).
"Wenn Herrn Ahmadinedschads Kommentare eine aktualisierte Position widerspiegeln, freuen wir uns darauf, wenn er die (Internationale Atomenergiebehörde) IAEA darüber informiert", sagte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates, Mike Hammer. Man habe Teheran "in gutem Glauben ein ausgewogenes Angebot" gemacht.
Abkommen über Uran-Anreicherung
Der Westen hatte den Iran zuletzt gedrängt, bis Ende 2009 einen Vorschlag über eine Urananreicherung in Frankreich und Russland anzunehmen. Laut Abkommen sollte im Iran niedrig angereichertes Uran (3,5 Prozent) im Ausland auf 20 Prozent gebracht werden, um dann als Brennstoff für einen medizinischen Reaktor in Teheran genutzt zu werden.
Die internationale Gemeinschaft verdächtigt den Iran, heimlich am Bau der Atombombe zu arbeiten. Die Führung in Teheran hat das stets zurückgewiesen.
| © dpa/kava/jj |
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