'Union kommt mir vor, als wäre sie in den Wechseljahren'
| Veröffentlicht: | 3 Februar 2010 09:23 |
| Verändert : | 3 Februar 2010 09:28 |
BERLIN - Rund 100 Tage nach Start der neuen Bundesregierung warnen FDP-Politiker die Union vor weiteren Angriffen und drohen mit einer härteren Gangart.
In der Bild-Zeitung kritisierte der schleswig-holsteinische FDP-Fraktionschef und FDP-Bundesvorstandsmitglied Wolfgang Kubicki: "Die Union im Bund hat sich für einen Stellungskrieg innerhalb der Koalition gerüstet."
Kubicki mahnte, die "Freunde von CDU und CSU dürfen den Bogen nicht überspannen. Die FDP wird die Attacken nicht länger einfach so hinnehmen." Um wieder in die Offensive zu kommen, werde sich die FDP in die Streitdebatten künftig "deutlich dynamischer und energischer einschalten".
'CSU muss konstruktiv mitarbeiten'
Der hessische FDP-Landeschef und Justizminister Jörg-Uwe Hahn forderte CDU und CSU in der Zeitung auf: "Es muss Schluss sein mit den Störfeuern." Vor allem die CSU solle "endlich konstruktiv" mitarbeiten.
"Die Partei kommt mir vor, als wäre sie in den Wechseljahren. Statt die FDP zu attackieren, sollte die Union lieber zufrieden sein, wie zahm und freundlich die Liberalen etwa mit Frau Aigner umgehen", mahnte Hahn.
FDP-Generalsekretär Christian Lindner warf der CSU vor, sie nutze die Probleme des Gesundheitssystems für Machtspiele. "Das Gesundheitssystem ist eine Reform-Ruine. Wir wollen sie wieder bewohnbar machen. Die Qualität der Gesundheit ist kein Feld für Machtspielchen", sagte Lindner der Zeitung.
| © dpa/jj |
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