Israels Außenminister warnt Syrien vor bewaffnetem Konflikt
| Veröffentlicht: | 4 Februar 2010 13:33 |
| Verändert : | 4 Februar 2010 15:08 |
JERUSALEM - Mit scharfen Worten hat der israelische Außenminister Lieberman Syrien davor gewarnt, einen bewaffneten Konflikt zwischen den beiden Ländern zu riskieren.
"Unsere Botschaft an Assad muss deutlich sein: Den nächsten Krieg wirst du nicht nur verlieren, sondern du wirst auch deine Macht und die deiner Familie verlieren", sagte Lieberman am Donnerstag bei einer Konferenz in der Bar-Ilan-Universität in der Nähe von Tel Aviv, die im staatlichen Rundfunk übertragen wurde.
Zugleich warf der ultranationalistische Minister dem Syrischen Staatschef Assad vor, "sich weder für Menschenleben, noch für humanistische Werte, sondern nur für Macht" zu interessieren.
Verteidigungsminister schließt bewaffneten Konflikt nicht aus
Anfang der Woche hatte Verteidigungsminister Ehud Barak einen bewaffneten Konflikt mit Syrien nicht ausgeschlossen. Da es immer noch keinen Friedensvertrag zwischen Israel und Syrien gebe, könnten sich beide Länder "in einer militärischen Auseinandersetzung wiederfinden, die in einen Krieg münden könnte", sagte er.
Der syrische Außenminister Walid el Muallim warnte Israel daraufhin vor einem Angriff auf sein Land.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu erklärte sich am Donnerstag jedoch bereit, einen Vermittler zu akzeptieren, um die indirekten Gespräche zwischen Israel und Syrien wiederzubeleben. Leider behindere Syrien aber die Suche nach friedensstiftenden Lösungen, hieß es in einer Erklärung von Netanjahus Büro.
Die beiden Länder hatten im Mai 2008 unter Vermittlung der Türkei indirekte Gespräche aufgenommen. Dabei ging es insbesondere um die Golanhöhen, die Israel 1967 im Sechs-Tage-Krieg besetzt und später annektiert hatte. Wegen der im Dezember 2008 gestarteten Gaza-Offensive der israelischen Streitkräfte wurden die Gespräche abgebrochen.
| © AFP/jj |
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