Palästinenser wollen Verfahren wegen Gaza-Krieg
| Veröffentlicht: | 6 Februar 2010 11:21 |
| Verändert : | 6 Februar 2010 11:20 |
NEW YORK - Im Streit um Kriegsverbrechen im Gazakrieg Anfang 2009 hoffen die Palästinenser nach Angaben ihres UN-Botschafters Rijad Mansur, dass der Internationale Strafgerichtshof (ICC) in Den Haag mit den Ermittlungen beauftragt wird.
Mansur sagte am Freitagabend in New York, dass Vertreter seiner Regierung schon mehrfach mit dem Gericht zusammengekommen seien. Allerdings müsse die Aufforderung an den Strafgerichtshof vom Weltsicherheitsrat kommen und der sei seiner "Verantwortung bisher nicht nachgekommen", sagte Mansur vor Journalisten.
Protest beim UN-Generalsekretär
Der Palästinenser wollte noch am späten Freitag mit den Botschaftern etlicher blockfreier und arabischer Staaten bei UN-Generalsekretär Ban Ki Moon gegen dessen Schweigen zu Israels Untersuchungsbericht zum Vorwurf von Kriegsverbrechen im Gazastreifen protestieren. Die israelischen Ermittlungen seien von Militärs durchgeführt worden und deshalb nicht unabhängig. Damit erfülle der Bericht nicht die Bedingungen der UN-Vollversammlung, die ihn per Resolution angefordert hätten, sagte Mansur.
Die Tatsache, dass Ban den Verstoß der Israelis nicht zur Sprache gebracht und die Bestandsaufnahme ihrer Ermittlungen zum Gazakrieg kommentarlos an die UN-Vollversammlung weitergereicht hatte, wurde von verschiedenen Seiten kritisiert. Amnesty International sprach von einer "verpassten Gelegenheit". Dagegen hielt Bans Sprecher, Martin Nesirky, dass der UN-Chef nicht beauftragt war, die Informationen von Israel und den Palästinensern zu analysieren.
'Goldstone-Bericht': Zahlreiche Kriegsverbrechen
Der vom Menschenrechtsrat in Auftrag gegebene sogenannte Goldstone-Bericht zum Gaza-Krieg kam zu dem Fazit, dass sich Israelis und Palästinenser zahlreicher Kriegsverbrechen schuldig gemacht haben. Der im September 2009 vorgelegte Report forderte den Weltsicherheitsrat auf, Israel innerhalb von drei Monaten zu einer unabhängigen Untersuchung der Menschenrechtsverletzungen zu bringen. Bei der israelischen Offensive waren dem Bericht zufolge 1400 Palästinenser und 13 Israelis ums Leben gekommen.
| © dpa/cf |
Weitere Nachrichten: Politik
- Ministerium beeinflusste Kundus-Bewertung
- Schneiderhan bestreitet unzureichende Information
- Mumbai-Anschläge: US-Bürger bekennt sich schuldig
- Kundus-Ausschuss: Druck auf Guttenberg wächst
- Ankara will Immunität für Imame
- Bundestag feiert die erste DDR-Volkskammerwahl 1990
- Vielen Zivildienst-Stellen droht das Aus
- 'Neues Verbotsverfahren gegen Erdogan-Partei steht bevor'
- 'Größter Machtmissbrauch, den es bisher gegeben hat'
- Thailands Regierungschef ist zu Geprächen bereit
- Lafontaine will kein heimlicher Parteichef sein
- 'Regierung prüft 20 Jahre längere Kernkraft-Laufzeit'
- Gesundheitskommission ohne greifbares Ergebnis
- Merkel und SPD-Spitze unterstützen Köhler
- Kubicki beschimpft CSU und FDP-Parteifreunde
- Irak: Brown gibt Falschaussage zu
- Israel und USA gehen wieder aufeinander zu
- Kürzerer Wehrdienst ab Oktober noch offen
- 'Kanton Genf zu Entschädigung von Gaddafi-Sohn bereit'
- Datenschützer halten 'Elena' für verfassungswidrig
- FDP-Politiker Siebert nach Stasivorwürfen zurückgetreten
- Erdogan droht 100.000 Armeniern mit Ausweisung
- Kopf-an-Kopf-Rennen nach Wahl im Irak
- Iran zum Austausch von 1.200 Kilogramm Uran bereit
- Israel hebt Blockade des Westjordanlands auf
- Ankara will Wahlkampf in kurdischer Sprache erlauben
- USA setzen Atomtest-Flüchtlingen Ultimatum
- Missbrauch: Bundesregierung will nur einen Runden Tisch
- Kürzere Wehrpflicht kommt früher
- Zumas Vielehe kostet Südafrikaner Millionen
- EU-Parlament lehnt Ampel für Nahrungsmittel ab
- CSU-Politikerin Niebler fordert Frauenquote für eigene Partei
- Literweise Blut vor Regierungssitz in Bangkok
- Schavan für mehr Einfluss des Bundes im Bildungsbereich
- Girlande aus Geldscheinen bringt Politikerin Kritik ein
- US-Sondergesandter Mitchell verschiebt Reise nach Israel
- Regierungsgegner in Bangkok bei Massen-Blutabnahme
- Scharfe Kritik an Gorleben-Erkundung
- US-Regierung bekräftigt Partnerschaft mit Israel
- Sarrazin darf in SPD bleiben
- Merkel kritisiert israelische Siedlungspolitik
- Putins Partei verteidigt Führungsposition
- 'Klärung von Atom-Endlager Gorleben erfordert 25 Jahre'
- Opposition kritisiert Röttgens Pläne für Gorleben
- Thailands Regierungschef lehnt Rücktritts-Ultimatum ab
- Denkzettel für Sarkozys Regierungslager
- Verfassungsschutz: Die Linke bleibt unter Beobachtung
- SPD kritisiert Westerwelles Attacken
- Israel beschließt Sperranlage an Grenze zu Ägypten
- EU: Alleingang bei Iran-Sanktionen?
Meistgelesen
| 1. |
Ministerium beeinflusste K |
| 2. |
M |
Blutige Proteste
Regierungsgegner in Bangkok haben hunderte Liter Blut vor dem Regierungssitz ausgeschüttet.





