Linksparteichefin Lötzsch offen für Bündnisse mit SPD
| Veröffentlicht: | 8 Februar 2010 08:42 |
| Verändert : | 8 Februar 2010 08:43 |
BERLIN - Die designierte Linkspartei-Chefin Gesine Lötzsch hat der SPD Gesprächsbereitschaft signalisiert und sich offen für gemeinsame Bündnisse gezeigt.
"Ich kann ganz klar sagen: Die SPD ist nicht mein Feind", sagte Lötzsch der Zeitung Die Welt am Montag.
Der politische Gegner sei Schwarz-Gelb. Deshalb sei "jedes vernünftige Gespräch mit der SPD interessant". Für 2013 kündigte Lötzsch an, auf Bundesebene an die Regierung zu streben.
"Wenn wir bei dieser Wahl unsere Inhalte mit einer Regierungskoalition hätten durchsetzen können, dann hätten wir uns schon 2009 nicht verweigert," sagte die Linkspolitikerin.
Die Programmdebatte in der Linkspartei wird sich laut Lötzsch weiter verzögern. "Die Programmkommission wird zum Parteitag im Mai einen Vorschlag vorlegen", sagte sie.
Wahl im Mai
Ursprünglich wollte die Kommission unter dem Vorsitz der scheidenden Parteichefs Oskar Lafontaine und Lothar Bisky einen Entwurf noch im Winter vorstellen. Hier gelte die alte Weisheit "Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit".
"Was nützt uns ein Entwurf, wenn er den Ansprüchen, die man an ihn stellt, nicht genügen würde", sagte Lötzsch. Sie will sich im Mai gemeinsam mit Klaus Ernst an die Parteispitze der Linken wählen lassen.
| © AFP/jj |
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