'In iranischer Haft vergewaltigte Frau untergetaucht'
| Veröffentlicht: | 2 September 2009 20:29 |
| Verändert : | 14 September 2009 09:52 |
TEHERAN - Im Iran ist nach Aussage des unterlegenen Präsidentschaftskandidaten Mehdi Karubi eine Frau verschwunden.
Die Frau ist nach den Protesten gegen die Wahlen verhaftet und im Gefängnis vergewaltigt worden.
Sie sei von den iranischen Justizbeamten derart "skandalös" behandelt worden, dass sie nun verschwunden sei und es keine Neuigkeiten von ihr gebe, erklärte Karubi am Mittwoch auf seiner Internetseite. Dabei ließ er offen, ob die Frau untertauchte oder nach ihrer Freilassung wieder in Haft gesteckt wurde.
Schwere Vorwürfe gegen Justiz
Karubi erhob zudem schwere Vorwürfe gegen die Methoden der Justiz. Die Beamten hätten versucht, die Frau einzuschüchtern, als sie ihre Vorwürfe, im Gefängnis vergewaltigt worden zu sein, untermauern wollte.
Teherans früherer Staatsanwalt Said Mortasawi und seine Mitarbeiter seien "für jeden beklagenswerten Vorfall" verantwortlich, der der Frau passiert sein könnte, erklärte Karubi.
Konservative dementieren
Karubi hatte Ende Juli in einem Brief an Ex-Präsident Akbar Haschemi Rafsandschani geschrieben, dass nach Angaben von Häftlingen mehrere bei den Protesten festgenommene Frauen und Männer brutal vergewaltigt und misshandelt worden seien.
Konservative Politiker wiesen die Vorwürfe zurück und bezichtigten den Oppositionspolitiker der Lüge. Karubi hatte seine Vorwürfe jedoch immer wieder erneuert.
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| © AFP/ank |
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