Irans Präsident warnt Obama
| Veröffentlicht: | 25 Juni 2009 12:11 |
| Verändert : | 25 Juni 2009 12:55 |
TEHERAN - Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat Barack Obama aufgefordert, sich nicht in die inneren Angelegenheiten des Iran einzumischen.
Der US-Präsident solle sich außerdem für seine bisherigen Äußerungen zu der umstrittenen Wahl öffentlich entschuldigen, wie die iranische Agentur Fars meldet.
"Obama hat mit seinen Äußerungen einen Fehler begangen," meinte Ahmadinedschad. "Wir fragen uns warum er Dinge sagt, die wir früher von Bush gehört haben."
Obama wollte sich nach seinem Amtsantritt in einem offenen Bruch mit der Bush-Politik um eine Annäherung gegenüber dem Iran bemühen.
Deutliche Worte
Mit deutlichen Worten hat US- Präsident Barack Obama die "ungerechten Aktionen" der iranischen Staatsgewalt gegen Demonstranten scharf verurteilt.
"Die USA und die internationale Gemeinschaft sind erschüttert und empört über die Drohungen, Misshandlungen und Gefangennahmen der letzten Tage" im Iran, hatte Obama am Dienstag im Weißen Haus in Washington gesagt.
'Alarmglocken müssen läuten'
Das iranische Regime hat in der Zwischenzeit den berüchtigen Staatsanwalt Said Mortasawi als Leiter der Befragungen von den inhaftierten Demonstranten ernannt, wie die britische Zeitung The Times berichtet.
Dies müsste "alle Alarmglocken läuten lassen," wird Sarah Leah Whitson von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch dort zitiert.
'Schlächter der Presse'
Mortasawi ist im Iran wegen seines harten Vorgehen gegen Journ 'Schlächter der Presse' bekannt. Wegen ihm landeten bereits Dutzende Reporter und Blogger in geheimen Gefängnissen, nachdem sie dazu gezwungen wurden, falsche Geständnisse zu unterscheiden.
Seit den Massenprotesten seit der umstrittenen Präsidentschaftswahl am 12. Juni sind mehr als 140 politische Aktivisten, Journalisten und Universitätsdozenten verhaftet worden. Mehrere Menschen kamen ums Leben.
Alle Nachrichten und Hintergründe zur Situation im Iran im Dnews-Special.
| © dpa/ANP/ank |
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