Mitarbeiter der britischen Botschaft festgenommen
| Veröffentlicht: | 28 Juni 2009 09:28 |
| Verändert : | 28 Juni 2009 13:49 |
TEHERAN - Im Iran sind acht iranische Angestellte der britischen Botschaft festgenommen worden.
Wie die Nachrichtenagentur Fars am Sonntag ohne genaue Quellenangabe berichtete, wurden die Botschaftsmitarbeiter wegen ihrer "Rolle bei den Unruhen" nach dem umstrittenen Wahlsieg von Präsident Mahmud Ahmadinedschad festgenommen.
Nach den heftigen Protesten gegen die Ergebnisse der Präsidentenwahl hatte die iranische Führung insbesondere Großbritannien vorgeworfen, die Unruhen anzuheizen.
Am vergangenen Montag hatte der Iran zwei britische Diplomaten ausgewiesen. London forderte daraufhin auch zwei Mitarbeiter der iranischen Botschaft zum Verlassen des Landes auf. Nach Angaben des iranischen Außenministers Manuschehr Mottaki überdenkt der Iran bereits die diplomatischen Beziehungen zu Großbritannien.
Der britische Außenminister David Miliband verurteilte das Vorgehen der iranischen Behörden und erklärte in Korfu-Stadt, dies seien schikanöse Versuche zur "Einschüchterung". Großbritannien sei "tief besorgt" über die Festnahme des "hart arbeitenden diplomatischen Personals".
Reformkandidat Mehdi Karubi fordert unabhängige Untersuchung
In einem Brief, den die reformorientierte Zeitung Etemad Melli am Sonntag veröffentlichte, forderte Karubi den Wächterrat auf, eine unabhängige Untersuchungskommission einzusetzen.
Diese müsse die volle Befugnis haben, "alle Aspekte" der umstrittenen Abstimmung zu untersuchen, erklärte der Ex-Parlamentspräsident. Nur unter dieser Bedingung werde er sich an einem solchen Gremium beteiligen.
Die Sonderkommission, die im Auftrag des Wächterrats den Wahlhergang untersuchen soll, werde nicht zu einem "gerechten Urteil" kommen, erklärte Mussawi, der am Samstag zugleich seine Forderung nach Neuwahlen bekräftigte.
Der ebenfalls unterlegene Präsidentschaftskandidat Mohsen Resai erklärte sich zur Teilnahme an der Sonderkommission bereit, falls auch die beiden anderen Kandidaten teilnehmen.
Der Schlichterrat hatte zuvor an die drei unterlegenen Kandidaten appelliert, mit der Sonderkommission zu kooperieren.
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| © AFP/ch |
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