Ahmadinedschad will Tod von Neda untersuchen
| Veröffentlicht: | 29 Juni 2009 12:23 |
| Verändert : | 29 Juni 2009 17:43 |
TEHERAN - Irans Präsident kritisiert ausländische "Propaganda" in Zusammenhang mit diesem "herzzerreißenden Zwischenfall."
Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad will den Tod der Studentin Neda untersuchen lassen. In einem Brief bat er Irans Justizchef Ayatollah Mahmud Haschimi Schahrudi, den Mord zu untersuchen und die Verantwortlichen zu finden und zu verurteilen, wie die Nachrichtenagentur Isna am Montag berichtete.
Ahmadinedschad verwies zur Begründung auf die "vielen erfundenen Berichte und die weitverbreitete Propaganda ausländischer Medien" über diesen "herzzerreißenden Zwischenfall". Die Feinde des Iran wollten die Situation missbrauchen, um das "makellose Bild der islamischen Republik zu beschmutzen", schrieb der Präsident demnach weiter.
Gegenseitige Anschuldigungen
Erst vor wenigen Tagen hatte ein Arzt, der nach eigenen Angaben bei der tödlich getroffenen Frau erste Hilfe leistete, die islamische Bassidsch-Miliz für den Tod Nedas verantwortlich gemacht.
Ultrakonservative iranische Medien hatten zuvor dagegen berichtet, bei der benutzten Waffe habe es sich um Schmuggelware gehandelt. Iranische Sicherheitskräfte seien daher nicht für den Tod von Neda verantwortlich.
Neda Agha-Soltan war bei den Protesten gegen die Ergebnisse der Präsidentschaftswahl erschossen worden. Die im Internet kursierenden Bilder der blutenden und sterbenden jungen Frau, konnten noch immer nicht zweifelsfrei als echt identifiziert werden. Binnen kurzer Zeit machten sie aber aus der Studentin eine Symbolfigur für den Widerstandskampf im Iran.
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| © AFP/ank |
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