Präsident Iran: 'Freieste Wahl der Welt'
| Veröffentlicht: | 8 Juli 2009 08:26 |
| Verändert : | 8 Juli 2009 11:27 |
TEHERAN - Knapp einen Monat nach seiner Wiederwahl hat der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad eine "neue Ära der Kooperation" in der Innen- und Außenpolitik angekündigt.
Nur durch Zusammenarbeit könnten globale Herausforderungen begegnet werden, sagte Ahmadinedschad in einer im staatlichen Fernsehen übertragenen Rede.
Er nannte die Wahl vom 12. Juni, die er laut dem amtlichem Endergebnis mit deutlichem Vorsprung gewann, "die freieste Wahl der Welt".
Vorwurf der Einmischung
Die Opposition, die der Regierung Wahlmanipulation vorwirft, forderte unterdessen die umgehende Freilassung aller nach der Wahl Inhaftierten.
Der iranische Präsident warf westlichen Ländern abermals "Einmischung" vor und sagte, das Parlament des Landes prüfe derzeit als Reaktion darauf die mögliche Herabstufung der diplomatischen Beziehungen zu Großbritannien, Frankreich und Deutschland.
EU fordert Freilassung britischer Botschaftsangehöriger
Die EU hatte der der Teheraner Regierung zuvor wegen der Festnahme von britischen Botschaftsangestellten erstmals offiziell mit Sanktionen gedroht..
Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy rief Teheran zur sofortigen Freilassung der jungen Lektorin auf, die am 1. Juli wegen "Spionage" verhaftet worden war.
23-jährige Französin wegen 'Spionage' in Haft
Nach Angaben von Außenminister Bernard Kouchner hatte die 23- Jährige Clotilde Reiss auf Protestdemonstrationen in Isfahan mit ihrem Handy fotografiert. Dem französischen Rundfunk zufolge beruht der Vorwurf der Spionage darauf, dass Reiss über E-Mail einen Freund in Teheran über die Demonstrationen informiert hatte.
Kabinettsumbildung
Ahmadinedschad kündigte zu Beginn seiner zweiten Amtszeit eine Kabinettsumbildung an, machte aber keine konkreten Angaben darüber, welche Minister ausgetauscht werden sollen.
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| © dpa/kava |
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