Ausschreitungen bei Freitagsgebet in Teheran
| Veröffentlicht: | 17 Juli 2009 12:28 |
| Verändert : | 17 Juli 2009 16:09 |
TEHERAN - Die iranische Polizei ist in Teheran laut Augenzeugenberichten hart gegen eine Demonstration von Oppositionsanhängern vorgegangen.
Mit Schlagstöcken und Tränengas gingen iranische Polizisten gegen die Demonstranten vor.
Es habe "mehrere Festnahmen" gegeben, berichteten die Augenzeugen am Freitag in der iranischen Hauptstadt.
Der Demonstrationszug von mehreren tausend Menschen hatte sich nach dem Freitagsgebet gebildet, wofür hunderttausende Oppositionsanhänger in der iranischen Hauptstadt Teheran gekommen sind.
Schlachtruf: 'Gott ist groß'
Die Teilnehmer skandierten den Angaben zufolge Parolen für Oppositionführer Mir-Hossein Mussawi und riefen "Allahu Akbar" ("Gott ist groß"). Der religiöse Ausruf hatte sich den vergangenen Wochen zum Schlachtruf der Opposition gewandelt.
Mussawi hatte die Wahl gegen den erzkonservativen Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad nach offiziellen Angaben klar verloren. Der Unterlegene zweifelt das Ergebnis an und wirft der Regierung Wahlfälschung vor.
Appell: Lasst Oppositionelle frei
Ex-Präsident Rafsandschani hatte seine Predigt mit einem Aufruf an die Anhänger Mussawis begonnen, die friedliche Atmosphäre des Freitagsgebets nicht durch Slogans gegen die Regierung zu stören.
"Lasst uns die Gelegenheit nutzen, eine bessere Zukunft für unser Land zu schaffen, und die Probleme zu lösen, sagte Rafsandschani. Er rief die Regierung dazu auf, festgenommene Oppositionelle freizulassen.
Der erste Teil eines Freitagsgebets ist traditionell religiös geprägt, Koranverse werden rezitiert. Den zweiten Teil bestimmen soziale und politische Themen.
| © dpa/bas |
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