Ahmadinedschad fordert Freilassung aller Demonstranten
| Veröffentlicht: | 28 Juli 2009 21:21 |
| Verändert : | 29 Juli 2009 08:35 |
TEHERAN - Die iranischen Justizbehörden sollen die bei den Protesten gegen die Präsidentenwahl festgenommenen Demonstranten binnen zehn Tagen freilassen.
Seit ihrer Festnahme sei eine "beträchtliche" Zeit vergangen, schrieb der Präsident nach einem Bericht des staatlichen Fernsehens am Dienstag an Justizchef Ayatollah Mahmud Haschemi Schahrudi.
Bis zum 7. August, dem Geburtstag des Imam Mahdi, sollten alle Gefangenen wieder zu Hause bei ihren Familien sein.
Vernehmungen sollen beschleunigt werden
Dazu sollten die Vernehmungen beschleunigt werden, forderte der Präsident, dessen umstrittene Wiederwahl die Proteste Mitte Juni ausgelöst hatte.
Die Behörden sollten gegenüber denjenigen Inhaftierten, "die diesen Pfad unbewusst eingeschlagen haben", zudem so viel Mitgefühl zeigen wie möglich.
Ahmadinedschad hatte sich bislang nicht zu den Festnahmen geäußert. In dem Brief beschuldigte er "einige Leute und einige politische Gruppen", die Demonstranten provoziert zu haben.
Fast alle Inhaftierte seien wieder frei
Nach Berichten amtlicher Medien wurden bei den Protesten gegen Ahmadinedschads Wiederwahl zwischen 1.000 und 2.000 Menschen verhaftet.
Nach offiziellen Angaben sind die Demonstranten inzwischen bis auf 200 Inhaftierte wieder frei.
Erst am Dienstag waren 140 Gefangene aus dem Gefängnis freigekommen.
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| © AFP/ch |
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