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- Special: Iran: Nachrichten auf einen Blick.

Polizeigewalt gegen Demonstranten im Iran

Veröffentlicht: 31 Juli 2009 07:43
Verändert : 31 Juli 2009 14:12

TEHERAN - Erneut sind iranische Sicherheitskräfte gewaltsam gegen Demonstranten vorgegangen.

Mit Schlagstöcken und Tränengas trieben sie am Donnerstag in verschiedenen Stadtteilen Teherans Menschen auseinander.

Die Demonstranten hatten sich trotz eines Verbots zu Trauerkundgebungen für die bei den regierungskritischen Demonstrationen der vergangenen Wochen Getöteten versammelt.

Nach Angaben von Augenzeugen kamen allein auf dem großen Teheraner Mosalla-Gebetsplatz tausende Demonstranten zusammen. Auch aus der zentraliranischen Stadt Isfahan wurden Demonstrationen gegen die Regierung von Präsident Mahmud Ahmadinedschad gemeldet.

Festnahmen

Mit Schlagstöcken vertrieben Polizisten mehrere hundert Menschen vom Grab der jungen Neda Agha-Soltan auf dem großen Friedhof Behescht-e Sahra im Süden Teherans. Erneut gab es Festnahmen.

Die junge Frau, die durch ihren Tod zum Symbol der Protestbewegung gegen die umstrittene Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad geworden ist, war am 20. Juni bei Protesten gegen das Wahlergebnis erschossen worden.

Ian Kelly verurteilt Gewalt

"Es ist besonders verstörend, wenn Sicherheitskräfte Gewalt anwenden, um eine Kundgebung auf einem Friedhof aufzulösen", sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Ian Kelly, in Washington.

Die USA stünden an der Seite des iranischen Volkes, das sein universelles Recht auf Meinungsäußerung ausübe, sagte er.

Mussawi wird Zugang zu Friedhof versperrt

Auch Oppositionsführer Mir Hussein Mussawi wollte sich den Angehörigen der Opfer auf dem Friedhof anschließen, wo Agha-Soltan begraben ist. Sicherheitskräfte hinderten Mussawi jedoch daran, aus seinem Auto auszusteigen.

Darauf skandierten die Demonstranten "Allah'u Akbar (Gott ist groß)" und "Tod dem Diktator". Die Polizei, die zu mehreren Hundert angerückt war, trieb die Menge auseinander.

Alle Nachrichten und Hintergründe zur Situation im Iran im Dnews-Special.

© dpa/mgr
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