Iran: Deutsche Firma droht Demonstranten zu kündigen
| Veröffentlicht: | 31 Juli 2009 14:10 |
| Verändert : | 31 Juli 2009 14:11 |
BERLIN - Der im Iran tätige deutsche Konzern Knauf Gips KG hat seinen Angestellten mit Kündigung gedroht, wenn sie sich an regierungskritischen Protesten beteiligen sollten.
Wie das Wall Street Journal (WSJ) am Freitag unter Berufung auf informierte Kreise berichtete, hatte die iranische Regierung den bayerischen Baustoffkonzern zu dem Schritt gedrängt, nachdem vor zwei Wochen ein ranghoher deutsch-iranischer Knauf-Mitarbeiter bei Demonstrationen festgenommen wurde. Demnach wurde ein solches Vorgehen zur Bedingung für die Freilassung des Mannes gemacht.
Das WSJ zitierte aus einem Schreiben an die mehreren hundert Knauf-Mitarbeiter im Iran, das am 21. Juli vertraulich verbreitet worden sei. Demnach heißt es darin, wer von den Knauf-Mitarbeitern im Iran künftig bei Protesten gegen die Regierung gesehen werde, werde umgehend entlassen.
Alle Angestellten sollten daran denken, dass sie bei ihrer politischen Betätigung nicht nur ihre privaten Ansichten zeigten. Ihr Handeln könne auch negativ auf die Knauf-Niederlassungen im Iran zurückfallen.
Laut WSJ wurde der festgenommene Mitarbeiter freigelassen, nachdem Knauf sich zu dem Schreiben bereit erklärt hatte.
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| © AFP/bas |
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