Iran: Gefängnispersonal wegen 'Misshandlungen' vor Gericht
| Veröffentlicht: | 4 August 2009 20:16 |
| Verändert : | 4 August 2009 20:26 |
TEHERAN - Nach Misshandlungsvorwürfen inhaftierter Oppositioneller wollen die iranischen Behörden die Verantwortlichen aus den Gefängnissen vor Gericht stellen.
Nach einem Besuch in der Haftanstalt Kahrisak im Süden der Hauptstadt Teheran seien alle Angestellten, denen Übergriffe gegen oppositionelle Demonstranten vorgeworfen worden seien, ihrer Posten enthoben worden.
Sie sollten zudem gerichtlich belangt werden. Die Entscheidung sei nach einer Auswertung der Krankenakten und Gesprächen mit den Familien der Verletzten erfolgt, dies meldete die amtliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf den Nationalen Sicherheitsrat am Dienstag.
'Keine Ungerechtigkeite im Gefängnis'
Vor einer Woche hatte der oberste geistliche Führer Ayatollah Ali Chamenei angeordnet, das Gefängnis wegen nicht erfüllter "Standards" zu schließen. Chamenei habe befohlen, dass es keine "Ungerechtigkeit" gegen inhaftierte Demonstranten geben dürfe, wurde der Chef des Nationalen Sicherheitsrats, Said Dschalili, zitiert.
Zuvor hatte es Berichte darüber gegeben, das zwei Demonstranten in dem Gefängnis ums Leben gekommen seien.
Wie Polizeichef Esmail Ahmadi Moghadam am Dienstag im iranischen Fernsehen sagte, starb einer der beiden Männer im Kahrisak-Gefängnis. Im Zusammenhang mit dem Todesfall seien drei Wachleute in Gewahrsam genommen worden.
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| © AFP/nina |
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