Erstmals Frauen als Ministerinnen im Iran
| Veröffentlicht: | 16 August 2009 20:16 |
| Verändert : | 16 August 2009 20:16 |
TEHERAN - Im Iran sollen erstmals seit der islamischen Revolution von 1979 Frauen in Ministerämtern Regierungsverantwortung tragen.
Das kündigte Präsident Mahmud Ahmadinedschad am Sonntag im staatlichen Fernsehen an.
Irans letzte Ministerin wurde exekutiert
Zumindest das Gesundheitsministerium und das Sozialressort sollen künftig mit Marzieh Vahid-Dastdscherdi und Fatima Ajorlu von Frauen geleitet werden.
Ein drittes Ministerium könne ebenfalls an eine Frau gehen, sagte er, ohne das Ressort konkret zu benennen.
Irans letzte Ministerin war unter dem Schah- Regime im Amt und wurde nach der Revolution von 1979 exekutiert.
Ahmadinedschad muss nach seiner umstrittenen Wiederwahl am 12. Juni und seiner Vereidigung am 5. August bis spätestens Mittwoch dem Parlament seine Kabinettsliste vorlegen.
Zu Berichten, wonach der Chef-Atomunterhändler Said Dschalili neuer Außenminister und damit Nachfolger von Manuchehr Mottaki werden soll, nahm er am Sonntag nicht Stellung.
Präsident erneuerte seine Kritik an der EU und den USA
Der iranische Präsident erneuerte seine Kritik an der EU und den USA für deren Haltung zum Iran nach der Präsidentschaftswahl.
"Sie haben sich klar in die inneren Angelegenheiten des Irans eingemischt und waren naiv genug zu glauben, unser System ins Wanken bringen zu können", sagte er am Sonntag in Teheran.
Die politische Führung in Teheran sowie iranische Kleriker hatten wiederholt den Westen beschuldigt, die Proteste geschürt zu haben.
Alle Nachrichten und Hintergründe zur Situation im Iran im Dnews-Special.
| © dpa/ch |
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