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- Special: Iran: Nachrichten auf einen Blick.

'Iranische Behörden verbieten reformorientierte Zeitung'

Veröffentlicht: 17 August 2009 18:40
Verändert : 17 August 2009 18:39

TEHERAN - Die iranischen Behörden haben die reformorientierte Zeitung des unterlegenen Präsidentschaftskandidaten Mehdi Karubi vorübergehend verboten.

Die Staatsanwaltschaft erklärte hingegen, dass Karubis Blatt Etemad Melli am Montag wegen "Problemen bei der Druckerei" nicht erscheinen konnte.

In der Nacht zum Montag sei ein Vertreter der Staatsanwaltschaft in die Druckerei gekommen und habe das Erscheinen der Zeitung vorübergehend untersagt, erklärte Karubis Sohn Hussein auf der Internetseite der Partei seines Vaters. Dabei handele es sich um eine "Repressalie" gegen Karubi.

Offener Brief von Karubi

Karubi hatte Ende Juli in einem Brief an Ex-Präsident Akbar Haschemi Rafsandschani geschrieben, dass nach Angaben von Häftlingen im Gefängnis mehrere Frauen und Männer brutal vergewaltigt und misshandelt worden seien.

Konservative Politiker wiesen die Vorwürfe zurück und bezichtigten den Oppositionspolitiker der Lüge. Der ultrakonservative Religionsgelehrte Ahmed Chatami forderte, den unterlegenen Präsidentschaftskandidaten wegen "Lügens" mit 80 Peitschenhieben zu bestrafen. Karubi erneuerte seine Vorwürfe.

Proteste gegen Verbot

Vor dem Redaktionssitz der Etemad Melli protestierten dutzende Menschen gegen das Verbot der Zeitung. Sie wurden laut Augenzeugen von der Polizei vertrieben. Einige von ihnen seien festgenommen worden.

Alle Nachrichten und Hintergründe zur Situation im Iran im Dnews-Special.

 

© AFP/nina
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