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Olympia trauert: Rodler raste in den Tod

Veröffentlicht: 12 Februar 2010 21:55
Verändert : 12 Februar 2010 23:07

WHISTLER - Der georgische Rodler Nodar Kumaritaschwili ist nach seinem fürchterlichen Trainingssturz gestorben.

ANP
Tragisches Unglück bei Olympia

Das wurde aus Kreisen des Internationalen Olympischen Kommittees (IOC) bekannt.

Der 21-Jährige war auf der anspruchsvollen Eispiste in Whistler kurz nach der Ziellinie nach einem Fahrfehler gestürzt und aus der Bahn katapultiert worden. Er prallte gegen einen Stahlträger der Bahnüberdachung.

Rettungskräfte vor Ort begannen sofort mit Reanimierungsmaßnahmen. Der Sportler wurde per Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.

"Das ist furchtbar", sagte IOC-Vizepräsident Thomas Bach. Es ist der erste Todesfall in der Geschichte der Winterspiele während eines Wettkampfs.

Hackl fassungslos

Der an der Bahn befindliche dreimalige Olympiasieger Georg Hackl reagierte noch vor der Todesnachricht als Augenzeuge des Unfalls fassungslos. "Ich bin schockiert. Das ist schwer zu verarbeiten", sagte der Nachwuchs-Coach sichtlich bewegt.

Ein neben Hackl stehender Kameramann beobachtete den Unfall ebenso und schrie laut auf.

Danach meinte er bereits, so einen Unfall könne man nicht überleben. Das kanadische Fernsehen zeigte Bilder des fürchterlichen Unfalls, der kurz darauf zudem bereits bei "Youtube" im Internet zu sehen war.

Rogge tief betroffen

Tief betroffen reagierte auch der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Jacques Rogge, auf den tödlichen Unfall.

"Die gesamte olympische Familie ist betroffen über diese Tragödie, die einen Schatten auf die Spiele wirft", sagte Rogge: "Unsere ersten Gedanken gelten seiner Familie, seinen Freunden und den anderen Athleten."

Georgien erwägt Rückzug

Die georgische Olympiamannschaft erwägt unterdessen seinen Rückzug von den Winterspielen. Dies erklärte der georgische Delegationsleiter der Nachrichtenagentur Reuters.

"Wir sind alle geschockt. Wir wissen nicht, was wir tun sollen. Wir wissen nicht, ob wir an der Eröffnungsfeier teilnehmen oder auch generell an den Spielen", erklärte Irakli Japaridse. Georgien ist mit einem achtköpfigen Team in Vancouver vertreten.

© dpa/AFP/nj
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