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DGB sieht Kommunen als Krisenverlierer

Veröffentlicht: 4 Januar 2010 07:41
Verändert : 4 Januar 2010 07:40

LEIPZIG - Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) sieht vor allem die Kommunen als die großen Verlierer der Wirtschaftskrise.

Die ohnehin äußerst schwierige Finanzsituation vieler Städte und Gemeinden drohe sich durch die Einnahmeverluste weiter zu verschlechtern, sagte der DGB-Arbeitsmarktexperte Wilhelm Adamy der Leipziger Volkszeitung.

Die Gewinneinbrüche bei den Unternehmen würde sich genauso negativ auf die Finanzlage auswirken wie die steigende Arbeitslosigkeit. Nach Berechnungen Adamys entfallen allein auf die Kommunen rund 2.000 Euro für jeden Arbeitslosen.

Bundesweit summierten sich die finanziellen Lasten durch die Krise auf rund 6,8 Milliarden Euro. In diesem Jahr würden sie sich noch einmal um etwa 1,3 Milliarden Euro erhöhen.

Belastungen seit Hartz-Reformen gestiegen

"Damit sind die Belastungen der Städte und Gemeinden durch die Arbeitslosigkeit bereits heute größer als vor den Hartz-Reformen", führte Adamy aus. Das liege vor allem an den Kosten für die Unterkunft der Langzeitarbeitslosen, die inzwischen deutlich höher lägen als die frühere Sozialhilfe.

Dass die Erwerbslosigkeit in Deutschland seit Ausbruch der globalen Wirtschaftskrise dennoch weniger stark angestiegen ist als in den anderen Industrienationen führt der DGB auf die Nutzung von Arbeitszeitkonten und Kurzarbeit zurück.

© AFP/kava
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