Deutschland: 215.800 Toyota von Rückruf betroffen
| Veröffentlicht: | 4 Februar 2010 10:11 |
| Verändert : | 4 Februar 2010 10:11 |
KÖLN/TOKIO - Vom Toyota-Rückruf wegen klemmender Gaspedale sind in Deutschland 215.796 Autos betroffen.
Das sagte eine Sprecherin von Toyota Deutschland am Donnerstag in Köln. Betroffen sind unterschiedliche Baujahre der Modelle Aygo, iQ, Yaris, Auris, Corolla, Verso, Avensis und RAV4. Dem Kraftfahrtbundesamt seien die Fahrgestellnummern aller betroffenen Wagen mitgeteilt worden, so dass nun alle Fahrzeughalter gezielt und zügig informiert werden könnten.
1,8 Millionen Fahrzeuge betroffen
Insgesamt muss der japanische Autobauer in Europa bis zu 1,8 Millionen Fahrzeuge wegen der Gaspedal-Probleme in die Werkstätten holen. Die Pedale müssen der Sprecherin zufolge nicht ausgebaut werden, sondern mit einem zusätzlichen Distanzstück versehen werden. Die ersten dieser Teile sollten in der nächste Woche geliefert werden. "Das wird ein Werkstatt-Aufwand von einer halben Stunde sein." Zu den Kosten konnte Toyota in Köln zunächst noch nichts sagen.
Riesen-Debakel
Das Problem mit den Pedalen entwickelt sich zu einem Riesen-Debakel. Auch in 2,3 Millionen amerikanischen Autos können die Gaspedale in der durchgetretenen Stellung festhängen, der Verkauf der betroffenen Modelle war in den USA gestoppt worden. Zudem wurde eine frühere Rückrufaktion jüngst auf weitere 1,1 Millionen Fahrzeuge ausgeweitet, weil sich Fußmatten mit Pedalen zu verkeilen drohten.
Unterdessen ist Toyota im dritten Geschäftsquartal in die Gewinnzone zurückgekehrt. Wie das Unternehmen am Donnerstag bekanntgab, fiel zum 31. Dezember ein Nettogewinn von 153,2 Milliarden Yen (1,2 Mrd Euro) an nach einem Verlust im Vorjahr von 164,7 Milliarden Yen. Der Umsatz erhöhte sich um 10,2 Prozent auf 5,3 Billionen Yen.
'Nicht mehr fahren'
"Wenn irgendjemand solch ein Auto besitzt: Nicht mehr fahren und zu einem Toyota-Händler bringen", warnte US-Verkehrsminister Ray LaHood am Mittwoch eindringlich Millionen von Fahrern im Land. Er appellierte an den Konzern: "Wir müssen das Problem in den Griff bekommen." LaHood will sich persönlich mit Toyota-Chef Akio Toyoda treffen.
| © dpa/bas |
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