ADAC kritisiert Abschaffung von Normalbenzin bei Aral
| Veröffentlicht: | 4 Februar 2010 11:02 |
| Verändert : | 4 Februar 2010 11:02 |
OSNABRÜCK - Das Aus für Normalbenzin bei Deutschlands führender Tankstellenkette Aral stößt auf Kritik.
Die Entscheidung von Aral sei "unbefriedigend", sagte der Kraftstoffexperte des Autofahrerverbandes ADAC, Jürgen Albrecht, der Neuen Osnabrücker Zeitung von Donnerstag.
Viele moderne Fahrzeuge aus deutscher Produktion könnten weiterhin mit Normalbenzin fahren, betonte er.
'Fahrer haben ungutes Gefühl'
Wenn es für diese künftig nur noch Superkraftstoff gebe, sei es "verständlich, dass sich bei vielen Fahrern ein ungutes Gefühl breitmacht".
Der ADAC fordert genauso wie der ACE, für die Autofahrer müssten zumindest die Benzinpreise sinken, wenn Normal abgeschafft wird. Die Lagerkosten seien für die Tankstellen niedriger, wenn sie eine Kraftstoffart weniger verkauften.
Aral hatte am Mittwoch erklärt, Normalbenzin an den Tankstellen abschaffen zu wollen, da die Nachfrage zuletzt stark gesunken ist.
Die Mineralölgesellschaften hatten 2007 den Preis von Normalbenzin angehoben und an den von Superbenzin angeglichen. Seitdem war die Nachfrage nach Normalkraftstoff drastisch gesunken, da die Autofahrer für den gleichen Preis einen besseren Kraftstoff erhielten.
Als erste Tankstellenkette hatte daraufhin Shell schon im September 2009 das Normalbenzin aus seinem Angebot gestrichen, Esso folgte bereits vor einem Jahr.
Normalbenzin hat eine Oktanzahl von mindestens 91, Super von 95. Diese Zahl definiert die sogenannte Klopffestigkeit von Benzin, eine höhere Zahl verspricht eine höhere Leistung des Motors. In vielen anderen europäischen Staaten gibt es Normalbenzin schon seit Jahren nicht mehr.
| © AFP/ch |
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