Leitzins im Euro-Raum bleibt bei 1,0 Prozent
| Veröffentlicht: | 4 Februar 2010 14:40 |
| Verändert : | 4 Februar 2010 14:40 |
FRANKFURT/MAIN - Die Europäische Zentralbank (EZB) hält die Zinsen im Euro-Raum weiterhin auf Rekordtief.
Der Leitzins bleibt trotz der allmählichen Konjunkturerholung bei 1,0 Prozent, wie die EZB am Donnerstag entschied. Seit Mai 2009 verharrt der wichtigste Zins zur Versorgung der Kreditwirtschaft mit Zentralbankgeld wegen der Wirtschafts- und Finanzkrise auf diesem historisch niedrigen Niveau.
Auf einer Pressekonferenz am Nachmittag dürfte sich EZB-Präsident Jean-Claude Trichet auch zur Schuldenkrise in Griechenland äußern. Die EZB vertrat zuletzt die Auffassung, dass sie erst dann über eine Unterstützung des größten Schuldensünders im Euroraum nachdenken sollte, wenn Athen selbst alles getan hat, was aus eigener Kraft möglich ist.
Tiefes Konjunkturtal
Obwohl das tiefe Konjunkturtal in vielen Euro-Ländern inzwischen durchschritten ist, rechnen Volkswirte erst in der zweiten Jahreshälfte mit einer Leitzinserhöhung. Denn noch sind die Konjunkturaussichten unsicher und das Wachstum wird weitgehend durch staatliche Pakete und eine expansive Geldpolitik getragen.
Höhere Zinsen würden Kredite für Firmen und Verbraucher noch verteuern - das könnte die Erholung der Konjunktur hemmen. Dreht die Notenbank dagegen zu spät den Geldhahn zu, droht Inflation. Doch auch an der Preisfront herrscht derzeit für die EZB angesichts niedriger Teuerungsraten kein Druck.
| © dpa/bas |
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