'Toyota wusste seit Jahren von Pedal-Problemen'
| Veröffentlicht: | 4 Februar 2010 18:42 |
| Verändert : | 4 Februar 2010 18:42 |
KÖLN - Toyota Europa soll bereits seit 2007 von klemmenden Gaspedalen in den Fahrzeugen gewusst haben.
Das berichtet die Wirtschaftswoche. Damals soll das Problem demnach bei einem Mittelklasse-Modell aufgetreten sein, das von der derzeitigen Rückrufaktionen des Autobauers betroffen ist.
Ihren Bericht stützt die Wochenzeitung auf Unterlagen, die belegen sollen, dass das Toyota-Management damals ausdrücklich und mehrmals auf die Probleme hingewiesen worden sei. Nähere Angaben zu den Unterlagen wollte die Redaktion auf Nachfrage nicht machen.
Gaspedal klemmte mehrfach
Sie beruft sich auf den Quellenschutz. Aus den Papieren soll hervorgehen, das das Gaspedal sich mehrfach während der Fahrt verklemmt hatte. Der Fahrer des betroffenen Wagens musste nach Aussagen von beteiligten Personen während der Fahrt den Fuß unter das Pedal schieben, um es in die Ausgangsstellung zurückzuziehen. Es sei zu starken Gefährdungen im Straßenverkehr gekommen. Das Toyota-Management habe jedoch nicht erkennbar auf diese Hinweise reagiert.
Ein Sprecher von Toyota Deutschland sagte, die Vorwürfe der Wirtschaftswoche würden derzeit intern geprüft.
Milliarden-Debakel
Das Rückruf-Debakel wegen der Gaspedale kommt den japanischen Autobauer schon jetzt teuer zu stehen. Der Konzern rechnet insgesamt mit Kosten von bis zu 1,4 Milliarden Euro - für die Reparatur der Wagen und durch sinkende Verkäufe infolge des Image-Schadens.
| © dpa/kava |
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