Warnstreiks am dritten Tag in Folge fortgesetzt
| Veröffentlicht: | 5 Februar 2010 09:26 |
| Verändert : | 5 Februar 2010 11:26 |
BERLIN - Am dritten Tag in Folge haben die Gewerkschaften im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes ihre Warnstreiks am Freitag fortgesetzt.
Die Schwerpunkte der Ausstände sind nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi die Bundesländer Hessen, Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Erstmals in diesem Jahr könnten sich deutlich mehr als 100.000 Angestellte an den Warnstreiks beteiligen, hieß es. Damit wird der Arbeitskampf vor dem Wochenende erneut spürbar ausgeweitet. Am Mittwoch hatten sich nach Verdi-Angaben 22.000 Mitarbeiter und am Donnerstag 52.0000 Mitarbeiter des öffentlichen Dienst an den Arbeitsniederlegungen beteiligt.
Nahverkehr in Frankfurt liegt lahm
In Saarbrücken ließen die Angestellten der Müllabfuhr ab 05.00 Uhr früh ihre Arbeit ruhen. Zu Warnstreiks aufgerufen sind zudem mehrere Tausend Mitarbeiter von kommunalen Strom- und Gaswerken, von Kommunalverwaltungen, Nahverkehrsunternehmen, Sozialversicherungen, Bundeswehreinrichtungen sowie der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung.
In Hessen werden Bedienstete des Deutschen Wetterdienstes, des Statistischen Bundesamts sowie kommunaler Verwaltungen bei Arbeitskampfmaßnahmen erwartet. Wegen des Ausstands müssen sich Pendler im Rhein-Main-Gebiet auf Behinderungen im Nahverkehr etwa bei der Verkehrsgesellschaft in Frankfurt am Main einstellen.
Beschäftigte des öffentlichen Nahverkehrs haben dort ihre Arbeit bereits niedergelegt. "U- und Straßenbahnen fahren den ganzen Tag nicht", sagte der Sprecher der Nahverkehrsgesellschaft. In Sachsen und Sachsen-Anhalt sind Warnstreiks in 16 Städten geplant.
Fünf Prozent Lohnerhöhung gefordert
Die Gewerkschaften fordern fünf Prozent höhere Gehälter für die 1,3 Millionen Angestellten des Bundes und der Kommunen. Die zweite Tarifrunde war am Montag in Potsdam ohne Arbeitgeberangebot vertagt worden. Kommenden Mittwoch sollen die Verhandlungen in der dritten Tarifrunde in Potsdam fortgesetzt werden.
| © AFP/bas |
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