Harter Winter belastet Arbeitslosenversicherung
| Veröffentlicht: | 5 Februar 2010 11:45 |
| Verändert : | 5 Februar 2010 11:50 |
NÜRNBERG/BERLIN - Der harte Winter und die schwierige Konjunkturlage belasten die Arbeitslosenversicherung in Deutschland:
Immer mehr Bauarbeiter werden witterungs- und auftragsbedingt nach Hause geschickt und beziehen das früher Schlechtwettergeld genannte Saison-Kurzarbeitergeld.
Die Ausgaben dafür stiegen im Januar auf 27 Millionen Euro, das sind 12 Millionen mehr als ein Jahr zuvor. Dies teilte am Freitag die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mit.
'Arbeitslosengeld wäre teurer'
Nach Angaben einer Behördensprecherin sind die Ausgaben aber nicht direkt vergleichbar, denn mittlerweile übernähmen die Arbeitsagenturen 50 Prozent der Sozialversicherungsbeiträge für Saison-Kurzarbeiter, bei Qualifizierungsmaßnahmen sogar bis zu 100 Prozent. Diese Summe mache allein 8 Millionen Euro aus. "Das relativiert den Anstieg", sagte die Sprecherin.
Saison-Kurzarbeit ist während des Winters am Bau, bei den Dachdeckern sowie im Landschafts- und Gartenbau möglich. Damit soll verhindert werden, dass die Beschäftigten mangels Aufträgen entlassen werden. Arbeitslosigkeit käme die Bundesagentur wesentlich teurer als das Saison-Kurzarbeitergeld, sagte die Sprecherin.
| © dpa/kava |
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