Hundt bei Jobcenter-Reform für Grundgesetzänderung
| Veröffentlicht: | 6 Februar 2010 15:32 |
| Verändert : | 6 Februar 2010 15:31 |
BERLIN - Im Streit um die Neuorganisation der Jobcenter hat Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt sich hinter Forderungen nach einer Stärkung der Kommunen gestellt.
Damit Städte und Landkreise künftig Langzeitarbeitslose weitgehend in eigener Verantwortung betreuen könnten, "bedarf es einer Änderung des Grundgesetzes", sagte Hundt in Berlin. "Ob es die dafür notwendige politische Mehrheit gibt, muss schnell geklärt werden."
Abweichender Reformentwurf
Hundt ergriff damit Partei für Hessens Ministerpräsidenten Roland Koch, der einen abweichenden Reformentwurf von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (beide CDU) kategorisch ablehnt. Deren Vorschlag sieht vor, auf eine Grundgesetzänderung zu verzichten und die Jobcenter von Kommunen und Arbeitsagenturen wieder in zwei Behörden zu trennen, um damit die vom Bundesverfassungsgericht beanstandete Mischverwaltung zu beenden.
'Klare Verantwortlichkeit ist oberstes Ziel'
Für Hundt muss es "jetzt oberstes Ziel sein, klare Verantwortlichkeiten und eine leistungsfähige Organisation zu schaffen. Ich plädiere für eine kommunale Lösung, weil die meisten Fürsorgeempfänger eine ganzheitliche Unterstützung benötigen, welche die Kommunen am besten leisten können." Dabei müssten die Kommunen in der Praxis eng mit den Arbeitsagenturen kooperieren, weil nur dann eine optimale Unterstützung der Hilfebedürftigen gewährleistet sei.
Erweise sich die von ihm favorisierte Verfassungsänderung jedoch als nicht mehrheitsfähig, ist das von der Bundesarbeitsministerin vorgelegte Konzept aus Sicht von Hundt eine praktikable Alternative. Wichtig sei aber, "dass die finanziellen Mittel transparent nach den Maßstäben von Wirkung und Wirtschaftlichkeit eingesetzt werden und sich Kommunen und Agenturen einem Leistungsvergleich stellen." Der Bund müsse aber auch "eine wirkungsvolle Kontrolle über die von ihm bereitgestellten Mittel erhalten."
| © dpa/nina |
Weitere Nachrichten: Wirtschaft
- Bald 10.000 Steuersünder-Selbstanzeigen
- Schröder will Frauenanteil in Führungsetagen erhöhen
- Bayern mit am stärksten von Krise betroffen
- Jeder 3. verzichtet für Jobgarantie auf mehr Gehalt
- China warnt vor Rückfall in die Krise
- Experten: Ich-AG war ein Erfolgsmodell
- Rückruf kostet Toyota in Deutschland 13 Millionen Euro
- Lehman wandte sich in der Not an Deutsche Bank
- ThyssenKrupp-Tochter filmte Mitarbeiter illegal
- Kartellamt prüft Banken nach Vorwurf überhöhter Gebühren
- VW und Karmann verhandeln über engere Zusammenarbeit
- Staatsanwalt in Kalifornien reicht Zivilklage gegen Toyota ein
- Karstadt-Insolvenzplan wird vorgelegt
- Niedrigere Mehrwertsteuer für Medikamente gefordert
- Berlin dementiert Bericht über Hilfen für Athen
- Steinmeier für begrenzte Ausweitung von ALG I
- Erfolge für GM bei Opel-Sanierung
- Vattenfall zieht Atomstrom-Antrag zurück
- WestLB verkauft polnische Tochter
- Seehofer bekräftigt Nein zur Kürzung der Solarförderung
- Forscher erwarten 3,5 Millionen Arbeitslose für 2010
- Schäuble konkretisiert EWF-Vorstellungen
- Abwrackprämie rettet 2009 den privaten Konsum
- Lage in Griechenland nach Streikwelle normalisiert
- Vattenfall verkauft deutsches Hochspannungsnetz
- Lehman Brothers flüchtete sich in Bilanztricks
- Regierung gegen neue Bankenhilfen
- BMW macht 2009 trotz Absatzeinbruchs Gewinn
- Air France legt Beschwerde gegen Ryanair in Brüssel ein
- Staatsschulden auf Rekordstand
- Spanien: Keine Einigung auf Sanierungsplan im Opel-Werk
- Japan: Toyota-Tochter Daihatsu ruft 275.000 Autos zurück
- Streiks legen Griechenland lahm
- Erstmals Mexikaner reichster Mensch der Erde
- Kassen kritisieren Arzneimittel-Sparpläne
- TUI jetzt auch in Russland als Marke
- Verbraucherzentrale warnt vor Betrugsanrufen
- Nicht genehmigte Stahl-Sorten bei Bayer-Pipeline
- Tankjet-Geschäft mit Folgen: Paris und Berlin drohen USA
- Sparkasse KölnBonn mit dreistelligem Millionenverlust
- Mehr Verdachtsfälle wegen Geldwäsche in Liechtenstein
- Verbraucherpreise steigen stärker als erwartet
- Wirtschaftskrise dämpft Eon-Geschäfte
- Bundesregierung bestellt über 1.000 Dienstwagen bei Opel
- Axel Springer bleibt 2009 hinter Rekordjahr zurück
- Kabinett beschließt Steuerabkommen mit Liechtenstein
- Rüttgers: Notfalls europäische Börsenregulierung
- Rösler will Pharma-Industrie hart angehen
- Reisemesse ITB eröffnet
- Oettinger gegen Atommüll-Exporte





