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'Industrie soll für wetterbedingte Ausfälle bei Bahn haften'

Veröffentlicht: 7 Februar 2010 22:14
Verändert : 8 Februar 2010 08:58

BERLIN - Verkehrsminister Peter Ramsauer will die Industrie für wetter- bedingte Schäden an ICE-Zügen haftbar machen.

"Ich erwarte von der Bahn, dass sie die Hersteller der ICE-Züge dazu verpflichtet, die in diesem Winter aufgetretenen Schwachstellen zu beseitigen", sagte Ramsauer (CSU) der Bild am Sonntag.

Es dürfe nicht sein, dass Pulverschnee durch Lüftungsschlitze eindringe und die Elektronik lahm lege. "Die Bahn kann dafür nichts, hat aber den finanziellen Schaden und die Imageprobleme. Deshalb sollte, wo immer das möglich ist, die Industrie dafür haftbar gemacht werden.

Gegen übertriebene Sparsamkeit

Der Minister wandte sich aber auch gegen übertriebene Sparsamkeit bei der Bahn: "Ein Unternehmen wie die Bahn kann nicht nur nach knallharten betriebswirtschaftlichen Grundsätzen geführt werden", sagte Ramsauer in dem Interview weiter. Die Bahn habe auch einen Auftrag für das Gemeinwohl, zum Beispiel bei der Versorgung in der Fläche.

"Wenn man, wie in der Vergangenheit die Bahn sozusagen als Braut für den Börsengang so ausstaffiert, dass die Zuverlässigkeit darunter leidet, dann läuft etwas falsch." Dies schade auf Dauer auch wirtschaftlich. "Wir wollen unsere Bahntechnologie ja auch in Länder mit plus 30 oder mit minus 30 Grad verkaufen", sagte Ramsauer.

© AFP/nina
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