Wird Audi-Spot beim Superbowl zum Skandal?
| Veröffentlicht: | 8 Februar 2010 14:46 |
| Verändert : | 9 Februar 2010 00:49 |
MIAMI - Autobauer Audi sorgte mit seinem Werbespot zum amerikanischen Superbowl, dem teuersten Werbemarkt der Welt, nicht nur auf eine Art für Aufsehen.
Wer heutzutage sein Produkt verkaufen will, muss in der Werbung immer mehr auf Ökologie und Sozialverträglichkeit setzen.
Wenn dann noch eine gewisse Originalität gegeben ist, steht dem Erfolg des Produkts nichts mehr im Wege. Ein Spot für den neuen Audi, der beim amerikanischen SuperBowl, dem teuersten Werbemarkt der Welt, ausgestrahlt wurde belegt diesen Ansatz.
Darin geht es um eine fiktive Vollzugsbehörde namens "Green Police“. Diese säubert die Straßen von Umweltdelikten, wie die Nutzung von Plastikflaschen oder die Unsachgemäße Entsorgung von Biomüll. Der Werbespot wirbt für den Audi A3 TDI, der mit Biodiesel läuft.
Amerikaner wittern Skandal
Allerdings sorgte der einminütige Film nicht nur für Amusement. Ganz im Gegenteil. Mehrere amerikanische Medien fanden heraus, dass auch die Ordnungspolizei (ORPO) in der Nazi Zeit "Grüne Polizei“ genannt wurde und für die Erschießung vieler Juden verantwortlich war.
Entsprechend wird der Spot von amerikanischen Medien ausgeschlachtet, auch wenn wahrscheinlich nur die wenigsten Amerikaner eine Verbindung zwischen Grüner Polizei und Nazizeit herstellen können.
Audi-Sprecherin Esther Bahne weist derlei Kritik zurück: Das Wort "Grün“ stehe heute für Umweltschutz und selbst der Term "Green Police“ sei ein offizieller Begriff für die Umwelt-Einsatzgruppen verschiedener Länder, sagte sie dem Handelsblatt.
| © Dnews.de/nj |
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