RBS-Chef verzichtet auf Millionenbonus
| Veröffentlicht: | 21 Februar 2010 19:23 |
| Verändert : | 21 Februar 2010 19:23 |
LONDON - Der Chef der staatlichen Royal Bank of Scotland (RBS) will auf seinen Millionenbonus verzichten.
Stephen Hester reagierte am Sonntag auch auf Drängen des britischen Finanzministers Peter Mandelson, der zuvor zum Verzicht auf den Jahresbonus aufgerufen hatte. Dem RBS-Chef hätten 1,6 Millionen Pfund (derzeit 1,8 Mio Euro) trotz eines miserablen Geschäftsjahres zugestanden. In der Bilanz, die am Donnerstag bekanntgegeben wird, erwarten Analysten einen Verlust von 5,3 Milliarden Pfund.
Mandelson sagte, es sei nicht an der Zeit, eine Belohnung für die Arbeit bei der Bank einzustreichen, die mit Milliardenhilfe vor einem Bankrott gerettet wurde. Hester hatte den Chefposten auf der Höhe der Finanzkrise von Fred Goodwin übernommen, der mit völlig überzogenen Pensionsforderungen Schlagzeilen machte. Der neue Chef soll die Bank innerhalb von fünf Jahren wieder fit machen. Dafür kann er bis zu 9,7 Millionen Pfund Vergütung bekommen.
Die Manager der Bank Barclays, die ohne staatliche Rettung auskam, hatten ihrerseits bereits auf Bonuszahlungen verzichtet. Sie wollten damit ein Signal in die Branche schicken und gleichzeitig die Diskussion um Banker-Boni anführen.
| © dpa/cf |
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