Archäologe: Die Arche Noah war rund
| Veröffentlicht: | 4 Januar 2010 10:18 |
| Verändert : | 4 Januar 2010 11:16 |
AMSTERDAM – Die Arche Noah war kein normales Schiff, sondern ein rundes Floß. Das will ein Archäologe aus Großbritannien herausgefunden haben.
Der britische Wissenschaftler Irvin Finkel entzifferte 60 Zeilen einer Keilschrift, die in eine Tonscherbe eingeritzt wurden. Das Fundstück aus dem British Museum stammt aus dem Mittleren Osten und ist rund 3.700 Jahre alt.
Die Zeilen entpuppten sich als eine Nacherzählung der Geschichte der Arche. Besonders an dem Text ist, dass darin auch die Form der Arche beschrieben wird.
In einem Interview mit dem britischen Guardian erklärt Irvin Finkel, dass es sich nach dieser Umschreibung um ein rundes Floß handeln muss, wie es bis heute im Iran und Irak gebraucht wird.
'Die Arche fuhr nirgendwohin'
„Die Menschen haben sich die Arche immer als ein seetüchtiges Schiff vorgestellt. Auf allen Zeichnungen ist sie mit spitzem Bug und einem Heck dargestellt, dass für den Seegang gemacht ist“, erklärt Finkel. „Aber die Arche reiste nirgendwohin. Das Schiff musste nur treiben können. Die Beschreibung weist auf einen Floßtyp hin, der sehr bekannt war zu der Zeit und auch bis heute noch eingesetzt wird.“
Es habe sich um ein Rundfloß gehandelt, dass gebaut wurde, um Tiere ans andere Flussufer überzusetzen.
Eine der ältesten Quellen
Die Tonscherbe wurde bereits in den vierziger Jahren von einem Militärpiloten im Mittleren Osten gefunden. Sie wurde aber noch nie zuvor von einem Experten untersucht.
Finkel meint, dass es sich bei dem Schriftstück um eine der ältesten Quellen handelt, die die Geschichte der Arche Noah überliefern.
| © Dnews.de/Dennis Rijnvis/kava |
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