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'Fehler bei Gletscher-Vorhersage hat uns geschadet'

Veröffentlicht: 3 Februar 2010 11:21
Verändert : 3 Februar 2010 11:36

LONDON - Die Diskussion über die ungenauen Angaben zu den Himalaya-Gletschern im Weltklimabericht von 2007 hat dem Weltklimarat (IPCC) geschadet.

"Ich glaube, dieser Fehler kam uns teuer zu stehen, gar keine Frage", sagte Rajendra Pachauri der britischen Zeitung Guardian vom Mittwoch.

Jeder habe gedacht, dass alles, was der IPCC veröffentliche, nicht falsch sein könne, sagte er. Das UN-Gremium war in die Kritik geraten, weil in dem Klimabericht die Rede davon war, dass die Gletscher bis 2035 verschwunden sein könnten.

Gesamtbild des Klimawandels sei zu beachten

Die Quelle dafür war ein indischer Wissenschaftler, der dieses Datum aber nicht genannt haben wollte. Der IPCC hatte daraufhin den "bedauerlichen Fehler" eingeräumt.

Pachauri lehnte eine persönliche Entschuldigung für die Panne jedoch ab. Der IPCC habe bereits sein Bedauern ausgedrückt und er sei persönlich auch nicht für die fragliche Passage in dem rund 3.000-seitigen Bericht verantwortlich.

Die Forderung einer persönlichen Entschuldigung seinerseits bezeichnete er als "populistisch". Der IPCC-Chef rief indes dazu auf, das "Gesamtbild" der Gefahren des Klimawandels zu betrachten und sich nicht auf einen Fehler zu versteifen. Dieses Bild sei "solide und überzeugend".

Hacker veröffentlichen interne E-Mails

Der IPCC-Bericht von 2007 ist bis heute Basis vieler politischer und wissenschaftlicher Klimadiskussionen. Der Weltklimarat war mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden, weil er den Klimawandel in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gerückt hatte.

Ende vergangenen Jahres hatten jedoch Hacker tausende interne E-Mails von Forschern der angesehenen Abteilung für Klimaforschung der britischen Universität von East Anglia (CRU) im Internet veröffentlicht.

Danach war den UN-Klimaexperten vorgeworfen worden, Daten vertuscht zu haben, die möglicherweise Zweifel an der These der Erderwärmung stärken. Der IPCC hatte den Hackerangriff als Versuch verurteilt, das UN-Gremium zu diskreditieren.

© AFP/ch
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