Forscher: Hirnstruktur beeinflusst sozialen Status
| Veröffentlicht: | 3 Februar 2010 22:48 |
| Verändert : | 3 Februar 2010 23:04 |
NEW YORK - Unser Platz in der Gesellschaft wird nach Erkenntnis von US-Forschern nicht nur durch äußere Faktoren im Leben gesteuert.
Vielmehr beeinflussen auch bestimmte Hirnstrukturen die Motivation eines Menschen und fördern damit gegebenenfalls den Status eines Menschen. Das berichten Diane Martinez und Kollegen von der Columbia Universität in New York in der Februar-Ausgabe des US-Fachblattes Biological Psychiatry. Einen ähnlichen Einfluss habe ein enges Netz von Familie und Freunden.
Das Team untersuchte das Gehirn gesunder Probanden mit Hilfe der sogenannten PET (Positron Emission Tomographie).
PET gibt Einblick in die Aktivität der Dopamin-Rezeptoren im Gehirn. Die Aufnahmen offenbarten bei Studienteilnehmern mit einem gehobenen sozialen Status eine größere Dichte der Dopamin-Rezeptoren D2/D3 im Stratium.
Extra-Dosis Glücksgefühle
Diese Hirnregion ist ausschlaggebend für die Motivation und die Zufriedenheit eines Menschen. Beide Prozesse, das Glücksgefühl wie die Motivation, werden von Dopamin gefördert, erläutert das Team. Dopamin ist ein Botenstoff, der Vorgänge im Hirn anstößt.
Martinez und Kollegen schließen daraus, dass Erfolgsmenschen das Leben eher als prickelnd und erfüllend erfahren, weil sie mehr Andockpunkte (Rezeptoren) für das stimulierende Dopamin im Stratium haben. Menschen mit weniger Dopamin-Rezeptoren in dieser Hirnstruktur dagegen verpassten die Extra-Dosis Glücksgefühl und Antrieb.
"Wir konnten nachweisen, dass weniger Dopamin-Rezeptoren mit einem niedrigeren sozialen Status einhergingen, und mehr Dopamin-Rezeptoren mit einem gehobenen Status korreliert", erläutert Martinez.
| © dpa/kava |
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